Mittwoch, 10. September 2014

Alexander Dubček - erinnert sich jemand?

Ich schaute mir wieder einmal Kunderas Buch im Film an, "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins". Ein schöner Film mit der wunderbaren Lena Olin. Einer für Eingeweihte. Leider habe ich das Buch nie gelesen.
Ich, der ich bis 1980 in der DDR gelebt habe, glaube daran, dass es mit Dubček eine kleine Chance gab, aus einem verkommenden Polizeistaatssystem etwas wirklich Neues zu formen. Und ich glaube, dass diese vielleicht letzte Chance, mit dem Einmarsch der Russen und ihrer Vasallen vertan wurde. Die Konterrevolution, vor der sich Breschnew, Honecker und Konsorten immer so sehr gefürchtet hatten, siegte 1968 durch ihre eigene Hand für immer.

Sonntag, 7. September 2014

Was höre ich in den Nachrichten?

"Europa lässt sich von Putin vorführen."
In diesem Satz schwingt der Gedanke mit, dass man es ihm mit gleicher oder auch besserer Münze heimzahlen müsste.
NEIN! Ganz falsch!
Es wird sie immer geben, die Falschspieler, die Machtpolitiker, die Militärverliebten, die Kleingeistigen. Ich wünschte mir mein Europa würde sich folgendermaßen verhalten: Wir werden uns gegen jeden verteidigen und es dabei nicht an Entschlossenheit fehlen lassen, aber wir führen sonst keine Kriege und beteiligen uns auch nicht an ihnen. Wir nehmen Eure Flüchtlinge auf und versorgen sie aber wir machen keine Geschäfte mit euch, weder krumme noch legale. Wenn ihr in die zivilisierte Welt zurückkehren wollt, dann habt ihr ein paar Mindestanforderungen zu erfüllen.
Der 1999 verstorbene konservative Publizist Johannes Gross stellte einmal am Beispiel eines französischen Soldaten, der in einem afrikanischen Konflikt gefallen war, die Frage, ob das die Bestimmung dieses Franzosen gewesen sei? Er verneinte das. Seither denke ich darüber nach und formuliere auch Gegenargumente. Ich glaube, der Mann hat recht!